|
|
|
 |
 |
5. April 2005
Ihr Lieben zuhause,
ist bei Euch jetzt Fruehling? Hier an der Kueste des roten Meeres ist es sommerlich warm, so um 30 Grad (und nahe am Aequator!), aber ich habe mich schon an die Waerme gewoehnt und es geht oft ein leichter Wind und manchmal geht auch im Hotel die Air Condition.
Ich werde faul wie auf Cay Colker, einer Sand- und Palmeninsel vor Belize (Nachbarland von Guatemala und Mexiko) – aber es ist ganz anders, allein zu sein! Alles, was mit Reiseorganisation zu tun hat, ist hier in Eritrea sehr einfach, die Menschen sind wirlich freundlich und hoeflich und hilfsbereit, dabei nicht aufdringlich (ganz anders als in Belize, wo sich das dauernde >Hey cool man< wie eine Maske anfuehlte. Alles geht natuerlich ganz langsam, aber ich habe ja 4 Wochen Zeit! |
|
|
 |
 |
Manche Dinge werde ich erst noch erfahren: Ich moechte ja in den Norden nach Nakfa reisen, auf dem Touristenbuero in der Hauptstadt hiess es, das sei wegen der schlechten Strassen nicht moeglich. Dann hat mir ein Unternehmer angeboten, mich dahin mitzunehmen, die Strassen seien alle geteert und in Ordnung, aber ich muesse ein Permit haben. Ob ich das wohl bekomme? Will die Regierung allgemin nicht, dass Leute herumreisen? Will sie nur die Bewegungen kontrollieren? Oder ist das ein zufaelliges Durcheinander?
Manche anderen Unklarheiten haben sich aber schon geloest ohne Stress.
Ich habe so viele verschiedene Menschen kennengelernt, EritreerInnen und Touristen aus Estland, Italien, einen Monteur aus Deutschland-Ost, und viele Auslandseritreer auf Besuch – sehr interessant, weil sie die Westliche und die hiesige Kultur kennen. |
|
|
 |
 |
Ein Langzeit-Tourist aus Italien laesst mich ein wenig hinter die Kulissen sehen, wo die Aermsten der Armen wohnen, die Maedchen, die sich huebsch machen im Schoenheitssalon um Mitternacht, das aus beruflichen Gruenden tun und ich kaum verstehen kann, wie sie so nett und freundlich sein koennen bei all dem. Seine Freundin, frueher auch auf der Strasse, weiss nicht, wie alt sie ist, sieht aber unter 21 aus und hat schon ein Kind, das bei den moslemischen Eltern des Vaters des Kindes lebt. Dort koennte sie nach ihrem Vorleben natuerlich nie sein. |
|
 |
 |

Ausflug mit Freunden in die Umgebung Asmaras |
|
 |
 |
Ein Langzeit-Tourist aus Italien laesst mich ein wenig hinter die Kulissen sehen, wo die Aermsten der Armen wohnen, die Maedchen, die sich huebsch machen im Schoenheitssalon um Mitternacht, das aus beruflichen Gruenden tun und ich kaum verstehen kann, wie sie so nett und freundlich sein koennen bei all dem. Seine Freundin, frueher auch auf der Strasse, weiss nicht, wie alt sie ist, sieht aber unter 21 aus und hat schon ein Kind, das bei den moslemischen Eltern des Vaters des Kindes lebt. Dort koennte sie nach ihrem Vorleben natuerlich nie sein.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|